Historie der Innung

350 Jahre Handwerk in Dresden.

Von den ersten Klempnern im 16. Jahrhundert bis zur modernen SHK-Innung: eine Geschichte von Handwerkskunst, Gemeinschaft, Wandel und Beständigkeit.

Entstehungsgeschichte

Die Wurzeln reichen mehr als 350 Jahre zurück.

Schon lange bevor es eine eigene Organisation gab, arbeiteten Dresdner Klempner als kleines, aber spezialisiertes Handwerk in der Stadt. Bereits 1578 werden erste Klempner urkundlich erwähnt – damals noch gemeinsam mit verwandten Gewerken wie Spenglern und Ortbandmachern gezählt.

Meilensteine

Vom Zunfthandwerk zur modernen SHK-Innung.

1578
Erste Spuren

Die ersten Dresdner Klempner werden urkundlich erwähnt.

Schon lange bevor es eine eigene Organisation gab, arbeiteten Dresdner Klempner als kleines, aber spezialisiertes Handwerk in der Stadt. Bereits 1578 werden erste Klempner urkundlich erwähnt – damals noch gemeinsam mit verwandten Gewerken wie Spenglern und Ortbandmachern gezählt.

1684–1689
Der Weg zur eigenen Innung

Die Dresdner Meister lösen sich von Leipzig und schaffen eine eigene Ordnung.

Im 17. Jahrhundert wuchs der Wunsch nach einer eigenständigen Ordnung des Handwerks. Die Dresdner Klempner arbeiteten bis dahin in einer gemeinsamen Innung mit Leipzig.

1684 reichten die Dresdner Meister beim Rat der Stadt einen Antrag ein, in dem sie ihre neu ausgearbeiteten Innungsartikel zur Bestätigung vorlegten. Der Rat prüfte die Artikel sorgfältig, zog betroffene Gewerke hinzu und überarbeitete einzelne Punkte.

Am 7. Juni 1689 erteilte Kurfürst Johann Georg III. die landesherrliche Bestätigung der Dresdner Klempnerinnung. Damit war die Innung offiziell gegründet und rechtlich geschützt.

Die Innung begann klein: Zeitgenössische Aufzeichnungen sprechen von nur drei bis vier Meistern. Doch sie legten den Grundstein für eine jahrhundertelange Handwerkstradition.

„… welchergestalt Sie aus erheblichen Ursachen von denen Meistern zu Leipzig […] sich separieren wollen.“
„Wir haben diesen ihren Suchen in Gnaden stattgegeben und unsere Confirmation über bewußter Innungs Articel ertheilet.“
1745–1749
Die Innung im 18. Jahrhundert

Das älteste erhaltene Rechnungsbuch zeigt eine früh organisierte Innung.

Die überlieferten Akten dokumentieren bereits zu dieser Zeit eine klar strukturierte Organisation des Dresdner Klempnerhandwerks.

Die Innung verteidigte ihre Rechte gegenüber Händlern und anderen Gewerken, etwa beim Feilhalten von Grünheimer Blechwaren auf dem Dresdner Markt.

Regelmäßige Quartalsversammlungen
Zahlung des Quartalgeldes
Anmeldung und Freisprechung von Lehrlingen
Unterstützung bei Krankheit
Interne Streitfälle und Marktordnungen
Verteidigung der Innungsrechte
1861
Erneuerung und Wandel

Mit der sächsischen Gewerbefreiheit endet das traditionelle Zunftwesen.

Viele alte Innungen verloren ihre rechtliche Grundlage – auch die Klempnerinnung Dresden. Dennoch blieb das Handwerk bestehen und organisierte sich später neu.

ab 1945
Neubeginn

Nach dem Zweiten Weltkrieg formiert sich das Handwerk erneut.

Nach den schweren Verlusten des Zweiten Weltkriegs führte die politische und wirtschaftliche Neuordnung zu neuen Strukturen und Zusammenschlüssen des Handwerks.

21.03.1990
Die moderne Innung

Gründung der heutigen Innung Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik Dresden.

Am 21. März 1990 gründeten 137 Betriebe die heutige Innung Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik Dresden – als moderne Nachfolgerin der historischen Klempnerinnung.

Sie vereint heute die Gewerke Sanitär, Heizung, Klima und Klempnertechnik unter einem Dach und vertritt die Interessen zahlreicher Fachbetriebe in Dresden und Umgebung.

137 Gründungsbetriebe
im Jahr 1990
heute
Modern. Vernetzt. Zukunftsorientiert

Heute – Eine starke Gemeinschaft für die Zukunft

Die Innung SHK Dresden steht heute für ein modernes, leistungsfähiges Netzwerk aus engagierten Fachbetrieben. Wir verbinden Tradition mit Innovation, stärken die Ausbildung, fördern Fachkräfte und unterstützen unsere Mitglieder mit praxisnahen Services, digitalen Angeboten und einer klaren Stimme für das Handwerk. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Gebäudetechnik in Dresden und der Region.